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Der Skill prüft, ob ein deutsches Gericht zur Vorlage an den EuGH verpflichtet (Art. 267 III AEUV) oder lediglich berechtigt (Art. 267 II AEUV) ist, und unterstützt beim Entwurf des Vorlagebeschlusses. Er adressiert zugleich die verfassungsrechtliche Folgenseite einer unterbliebenen Vorlage durch das letztinstanzliche Gericht (Art. 101 I 2 GG, BVerfG-Beschwerde).
Researcher liefert AEUV-Statute, EuGH-Leitentscheidungen (CILFIT, Da Costa, Consorzio Italian Management) und BVerfG-Rechtsprechung (Solange II, Honeywell, PSPP) sowie Kommentarstellen. Drafter prüft die Vorlagepflicht in Gutachtenstil, entwirft die Vorlagefrage und ggf. den Vorlagebeschluss-Tenor. Reviewer prüft, ob CILFIT sauber abgearbeitet und Art. 101 I 2 GG adressiert ist.
Vor jeder weiteren Prüfung klären: Liegt überhaupt eine Auslegungsfrage des Unionsrechts vor (Art. 267 I lit. a, b AEUV)? Bei reiner Anwendung nationaler Vorschriften ohne Unionsrechtsbezug ist Art. 267 AEUV nicht eröffnet.
Jedes Gericht eines Mitgliedstaats darf vorlegen, wenn es die Entscheidung über die unionsrechtliche Frage für seine Entscheidung für erforderlich hält. Maßstab der Entscheidungserheblichkeit ist großzügig; der EuGH lehnt die Beantwortung nur bei offensichtlicher Irrelevanz oder hypothetischer Frage ab (EuGH, Foglia/Novello, Rs. 104/79 [Urt. v. 11.03.1980] und Rs. 244/80 [Urt. v. 16.12.1981], curia.europa.eu).
Pflicht trifft Gerichte, deren Entscheidung nicht mit Rechtsmitteln des innerstaatlichen Rechts angefochten werden können — funktionaler Begriff der letzten Instanz (BVerfG-Linie; vgl. Art. 101 I 2 GG-Rechtsprechung). Beispiele: BGH, BVerwG, BFH, BSG, BAG idR; aber auch ein OLG, wenn Nichtzulassungsbeschwerde gem. § 544 ZPO bzw. Revision unstatthaft ist.
Eine Vorlage entfällt ausnahmsweise, wenn (EuGH, CILFIT, Rs. 283/81 [Urt. v. 06.10.1982], curia.europa.eu; jüngst präzisiert in Consorzio Italian Management, C-561/19 [Urt. v. 06.10.2021], curia.europa.eu):
Das letztinstanzliche Gericht muss begründen, welche Ausnahme greift; Pauschalverneinungen tragen nicht.
Verletzt das letztinstanzliche Gericht die Vorlagepflicht willkürlich oder unhaltbar, verstößt es gegen den Anspruch auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 I 2 GG). Maßstab: BVerfG, Honeywell (Beschl. v. 06.07.2010, 2 BvR 2661/06, BVerfGE 126, 286, bverfg.de); weiterentwickelt in PSPP (Urt. v. 05.05.2020, 2 BvR 859/15 u.a., BVerfGE 154, 17, bverfg.de). Folge: Verfassungsbeschwerde gegen das letztinstanzliche Urteil.
Die Frage muss (vgl. EuGH-Empfehlungen für Vorabentscheidungsersuchen, ABl. 2019 C 380/1):
Verbindlich: ../../../references/zitierweise.md.
GUTACHTEN — Vorlagepflicht Art. 267 AEUV
Verfahren: <Gericht, Az., Instanz>
I. Sachverhalt (knapp)
II. Frage(n) der Auslegung des Unionsrechts
III. Kurzantwort
– Vorlagepflicht: [ja / nein / fakultativ nach Abs. 2]
– Empfehlung: [Vorlage / kein Vorlagebedürfnis]
IV. Rechtliche Bewertung
1. Anwendungsbereich Unionsrecht
2. Vorlageberechtigung Art. 267 II AEUV
3. Vorlagepflicht Art. 267 III AEUV
a) Letztinstanzlichkeit
b) CILFIT-Ausnahmen
– acte éclairé? (Belegstellen)
– acte clair? (Begründung der Offenkundigkeit)
4. Verfassungsrechtliche Folgen bei Pflichtverletzung
(Art. 101 I 2 GG, BVerfG-Beschwerde)
V. Entwurf der Vorlagefrage
"Ist Art. X der RL/VO YYYY/JJ dahin auszulegen, dass …?"
VI. Risiken / offene Punkte
🟢 / 🟡 / 🔴 <Einstufung mit Begründung>
VII. Quellenverzeichnis~30 seconds. Free. No account. Every finding cites a rule and a line of evidence.